CO₂-reduzierter Beton im Einsatz
Februar 2012
Auf dem Gelände der ehemaligen Giesserei in Winterthur entsteht zurzeit das neue «Mehr-Generationen-Haus Giesserei». Für das nachhaltig konzipierte Gebäude bringt die HASTAG (Zürich) AG einen CO₂-reduzierten Beton zum Einsatz.
Baustelle «Mehr-Generationen-Haus Giesserei» in Winterthur: Ökologisches Bauen mit Beton erfreut sich wachsender Nachfrage.
Weniger CO₂ in der Produktion
Die Zement- und Betonproduktion ist energieintensiv und die Industrie deshalb daran interessiert, energieeffizient und nachhaltig zu produzieren. Die Jura Cement, zu deren Unternehmensgruppe die HASTAG (Zürich) AG zählt, ist die zweitgrösste Zementherstellerin der Schweiz und Pionier in umweltfreundlicher Zementproduktion. Sie nutzt aktuell rund 65 % alternative Brennstoffe zur Herstellung ihrer Zemente. Bei der Produktion werden Kalkstein und Mergel gemahlen und im Brennofen bei Temperaturen von rund 1450 °C chemisch in Klinker umgewandelt. Dabei wird durch die Brennstoffe sowie durch das Brennen von Kalkstein und Mergel CO₂ freigesetzt. CO₂-Reduktionen sind hier vor allem durch Verminderung des Brennstoff- oder Rohstoffverbrauchs realisierbar. Ein Zement mit weniger Klinkeranteil setzt während der Produktion folglich auch weniger CO₂ frei.
Ökologisches Bauen
Zemente mit reduziertem Klinkeranteil können somit wesentlich zur Ökologie eines Bauwerks beitragen. Für entsprechende Betone im Hochbau verwendet die HASTAG den «Jura ECO», einen Zement der Gruppe CEM II/B-LL (nach SN EN 197-1) an. Jura ECO besteht aus mindestens 65 % Zementklinker, einem speziell ausgesuchten Kalkstein und Gips als Erstarrungsregler. Der zu 100 % in der Schweiz und ohne importierte Zusatzstoffe hergestellte Zement eignet sich ideal als ökologische Variante zu CEM I- und CEM II/A-LL-Zementen und erfüllt die Anforderungen für den Grossteil herzustellender Betone. Der Einsatzbereich des neuen, klinkerarmen Zementes umfasst neben Konstruktionsbetonen im Hochbau auch Mager- Füll- und Hüllbetone, Bodenstabilisierungen, Mörtel sowie Unterlagsböden. Dank der Einsparung von rund 10 % gebranntem Klinker beim Produktionsprozess reduziert sich der CO₂-Ausstoss pro Tonne Zement um etwa 100 kg/CO₂ im Vergleich zum herkömmlichen CEM II/A-LL-Zement.
Beispielhafter Wohnungsbau
In Winterthur auf dem Gelände der ehemaligen Giesserei entsteht zurzeit eine beispielhafte Wohnsiedlung. Das neue «Mehr-Generationen-Haus Giesserei» ist als nachhaltiges Projekt für Jung und Alt konzipiert und besteht aus zwei mehrstöckigen, langgezogenen, verbundenen Gebäuden, die total 160 Wohnungen sowie Gewerberäume enthalten. Die Bauherrschaft, die Genossenschaft Gesewo – Genossenschaft für selbstverwaltetes Wohnen – legt Wert auf ein ressourcenschonendes, gesundes Bauen und entschied sich deshalb für eine Bauausführung in Holzbauweise nach Minergie-P-Eco Standard.
Auch für Betonbauteile wie die Fundamentplatten und Wände im Untergeschoss sowie die Liftschachttürme wird eine nachhaltige Bauweise verlangt. Beim diesbezüglich ausgewählten Konstruktionsbeton handelt es sich um einen HASTAG-Beton mit den Eigenschaften C30/37, XC3. Zur Betonproduktion wird neben Betonkies auch Betongranulat und als Zement der ressourcenschonende Jura ECO eingesetzt.
Der Konstruktionsbeton-Bedarf für das Mehr-Generationen-Haus beträgt insgesamt 7200 m³ und die sich so ergebende CO₂-Reduktion rund 240 Tonnen.
Weitere Informationen:
HASTAG (Zürich) AG
Urdorferstrasse, 8903 Birmensdorf
T 044 739 14 66, F 044 739 14 60
www.hastag.ch, info@hastag.ch
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